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Likulia Bolongo – Zaires letzter Premierminister und General
Likulia Bolongo – Zaires letzter Premierminister und General

Am 9. April 1997 stand ein Land vor dem Abgrund, und ein Mann übernahm das Steuer eines sinkenden Schiffes. Marschall Mobutu Sese Seko – krank, von Krebs gezeichnet, von fast allen Verbündeten verlassen – ernannte an jenem Tag Norbert Likulia Bolongo zum Premierminister Zaires. Die Rebellen der AFDL standen bereits in Lubumbashi, ihre Kolonnen rückten unaufhaltsam auf Kinshasa vor. Jeder in der Hauptstadt wusste, dass das Regime am Ende war. Und doch trat dieser General mit Doktortitel an, bildete ein vollständiges Kabinett aus 22 Ministern, hielt Pressekonferenzen ab und versprach, die Hauptstadt zu verteidigen. Am 22. April erklärte er im zairischen Fernsehen mit fester Stimme: "La FAZ est prête à mettre fin à la trêve et à reprendre les combats." – Die Streitkräfte seien bereit, den Waffenstillstand zu beenden und den Kampf wieder aufzunehmen.

Es war Tapferkeit oder Trotz, vielleicht beides. Achtzehn Tage später war alles vorbei. Mobutu floh, die Militärführer Kinshasas kapitulierten, und Likulia Bolongo suchte Zuflucht in der französischen Botschaft. Er war der letzte Premierminister eines Staates, der aufgehört hatte zu existieren. Diese siebenunddreißig Tage – diese letzte Geste der Staatlichkeit in einem sterbenden Zaire – wurden zu dem, wofür ihn die Geschichte am meisten erinnern sollte.

Ein Sohn von Basoko

Norbert Likulia Bolongo wurde am 8. Juli 1939 in Basoko geboren, einer kleinen Stadt am Zusammenfluss des Kongo und des Aruwimi, im damaligen Belgisch-Kongo, heute Provinz Tshopo. Er gehörte dem Volk der Soko an – auch Lokele genannt –, einer kleinen ethnischen Gruppe aus dem Sektor Bomenge im Territorium Basoko. Das war weit entfernt von den mächtigen Ngbande-Gruppen aus dem Équateur, die das Mobutu-Regime dominierten. Aus dieser Randregion zu stammen und dennoch eines der höchsten Staatsämter zu erreichen, machte seinen Aufstieg umso bemerkenswerter.

Seine Sekundarschulbildung absolvierte er in Stanleyville, dem heutigen Kisangani, der damals bedeutendsten Stadt der östlichen Provinz. Die Kolonialstadt am Kongo-Fluss war ein intellektuelles Zentrum, das dem jungen Likulia früh den Kontakt mit Recht, Verwaltung und staatlichen Strukturen ermöglichte. Hier, in dieser Stadt, sollte er auch später, am 7. Juli 1961, Marie-Godelive Nyota Ngongo heiraten – eine Ehe, die fünfundsechzig Jahre halten würde, bis zu seinem Tod.

Der Soldat, der Gelehrter wurde

Im Juni 1958, kurz vor der Unabhängigkeit des Kongo, trat Likulia in die Force Publique ein, die Kolonialarmee. 1960 wurde er zum Sous-Lieutenant ernannt. Doch anders als viele seiner Kameraden begnügte er sich nicht mit dem Schwert allein. 1963 versetzte man ihn ins Verteidigungsministerium, und im selben Jahr besuchte er die École Nationale de Droit et d'Administration in Kinshasa. Der Rektor dieser Schule war kein Geringerer als Étienne Tshisekedi – derselbe Mann, der vierunddreißig Jahre später, im April 1997, kurz vor Likulia zum Premierminister eingesetzt und wieder entlassen würde. Tshisekedi lehrte Likulia das Recht. Likulia übernahm das Amt, das Tshisekedi nicht halten konnte. Die Geschichte des Kongo ist voller solcher Kreise.

Likulia schloss mit einer Lizenz in Rechtswissenschaften ab. Von September 1967 bis Februar 1968 absolvierte er ein Praktikum im französischen Verteidigungsministerium in Paris. Im September 1968 erhielt er ein Stipendium der amerikanischen Ford Foundation, das ihm das Studium an der Université d'Aix-en-Provence ermöglichte. 1970 promovierte er zum Doktor der Rechtswissenschaften mit einer Dissertation über die Zuständigkeit der Militärgerichte in Friedenszeiten im vergleichenden zairischen, belgischen und französischen Recht. Frankreich wurde zu seiner zweiten intellektuellen Heimat – eine Verbindung, die ihm zeitlebens anhaften und ihn am Ende sogar in Paris sterben lassen sollte.

Was folgte, war eine seltene Doppelkarriere. Am 30. November 1970 wurde er zum Substitut des Generalauditors ernannt, im Rang eines Oberstleutnants. Am 15. Oktober 1971 stieg er zum Generalauditor der Streitkräfte auf – dem obersten Militärjuristen Zaires – und wurde zum Oberst befördert. Die Beförderungen kamen nun in dichter Folge: Brigadegeneral 1972, Generalmajor 1977, Général de corps d'armée 1980. Er wurde Vier-Sterne-General. Doch parallel dazu schrieb er Bücher.

Die Bücher, die er verschenkte

1975 erschien seine Dissertation als Buch bei LGDJ in Paris. 1977 folgte Droit pénal militaire zaïrois, das Standardwerk zum zairischen Militärstrafrecht, das an Universitäten in ganz Zentralafrika verwendet wurde. 1985 schließlich sein umfassendstes Werk: Droit pénal spécial zaïrois, sechshundert Seiten stark. Der Rezensent Etienne Le Roy schrieb darüber 1986 in der Zeitschrift Politique africaine einen Satz, der das ganze Paradox dieses Mannes einfing:

"La première découverte qu'apporte cet ouvrage est qu'on peut être général et docteur en Droit, et même fin pénaliste." – Die erste Entdeckung, die dieses Werk bietet, ist, dass man General und Doktor der Rechte sein kann, und sogar ein feiner Strafrechtler.

Likulia lehrte als Professor an der Universität Kinshasa, der Universität Lubumbashi und an Aix-Marseille. Und hier zeigte sich ein Zug, der ihn unter seinen Studenten unvergesslich machte: Er verteilte seine Bücher kostenlos. In einem Land, in dem Bücher Luxusgüter waren und Professoren oft für ihre Lehrmaterialien Geld verlangten, gab er jeder Studentengeneration seine Werke umsonst. Es war keine zufällige Geste. Sie spiegelte eine tiefe Überzeugung wider: dass Bildung die einzige nachhaltige Grundlage eines Rechtsstaates ist – und dass sein wahres Erbe nicht in Ämtern, sondern in Köpfen liegen würde.

Nach seinem Tod schrieben ehemalige Studenten auf Facebook Sätze, die mehr sagen als jede Auszeichnung. "Eine Bibliothek des kongolesischen Strafrechts ist gegangen", schrieb eine seiner Studentinnen. Ein anderer erinnerte sich: "Mein Professor für Droit pénal spécial an der Lovanium – ein außergewöhnlicher und großzügiger Mann."

Der Mann der Macht

Doch Likulia war nicht nur Gelehrter. Ab 1985 trat er in die politische Exekutive ein, als Staatssekretär für Nationale Verteidigung und Gebietssicherheit. 1992 wurde er Generaldirektor des SNIP, des nationalen Geheimdienstes – eine der mächtigsten Figuren des Mobutu-Regimes. Es war eine dunkle Zeit; Human Rights Watch dokumentierte in dieser Periode Menschenrechtsverletzungen. Als Politiker zeigte sich eine härtere, kompromisslosere Seite dieses Mannes, der die Grenze zwischen Militär und Politik nie ganz überwunden hatte.

Im Dezember 1996 wurde er Vizepremierminister und Verteidigungsminister im letzten Kengo-Kabinett. Die AFDL-Rebellen rückten vor, und Likulia geriet in einen heftigen Konflikt mit Finanzminister Marco Banguli, der die exorbitanten Militärforderungen ablehnte. In einer Kabinettssitzung, vor seinen Ministerkollegen, sprach Likulia eine offene Drohung aus:

"Le mouvement d'un chacun est suivi et qu'aucun traître ne quitterait impunément le pays malgré les visas dont chacun dispose." – Die Bewegungen eines jeden werden verfolgt, und kein Verräter wird ungestraft das Land verlassen, trotz der Visa, die jeder besitzt.

Es war die Sprache eines Mannes in seiner dunkelsten Stunde – ein Soldat, der die Sprache des Krieges auch in der Politik sprach. In diesen Worten lebte der General, nicht der Professor.

Würde im Untergang

Nach dem Fall Kinshasas brachte man Likulia unter französischem Schutz nach Kongo-Brazzaville. Doch im Juli 1999 kehrte er auf Einladung von Laurent-Désiré Kabila nach Kinshasa zurück, um am nationalen Dialog teilzunehmen, begleitet von zwei weiteren Würdenträgern des alten Regimes. Im August 1999 wurde er für einige Stunden verhaftet – ein Zeichen der Paranoia des neuen Regimes gegenüber den Getreuen Mobutus.

Was dann geschah, war ein Moment von stiller Würde. Am nächsten Tag hielt Außenminister Yerodia Abdoulaye eine Pressekonferenz ab – in Anwesenheit von Likulia selbst – und entschuldigte sich öffentlich für das „Missverständnis". Der General, der einst die Streitkräfte Zaires kommandiert und das letzte Kabinett Mobutus geführt hatte, saß da und empfing eine öffentliche Entschuldigung. Es symbolisierte den Übergang Kongos von einem Regime zum nächsten und Likulias bemerkenswerte Fähigkeit, politisch zu überleben. Im September 2000 ernannte ihn Kabila sogar zum Minister für Staatsportfolio – ein Zeichen der pragmatischen Kooptationspolitik des neuen Regimes.

Über diese Zusammenarbeit sagte Likulia später mit aller Distanz, die ihm eigen war:

"Le gouvernement de Laurent-Désiré Kabila auquel j'ai participé était un gouvernement d'Union nationale. Je ne partageais rien avec Kabila." – Die Regierung Kabilas, an der ich teilnahm, war eine Regierung der nationalen Einheit. Ich teilte nichts mit Kabila.

Der Mann hinter den Ämtern

2006 wagte Likulia Bolongo seinen letzten großen politischen Auftritt. Er kandidierte als unabhängiger Kandidat für die Präsidentschaft der DR Kongo. Er hatte keine Parteimaschinerie, kein Geld aus der Staatskasse. Am Ende erhielt er 0,46 Prozent der Stimmen. Doch im Interview mit Jeune Afrique im Juli jenes Jahres offenbarte er seine ganze Weltanschauung. Auf die Frage, warum er trotz fehlender Mittel kandidiere, antwortete er:

"C'est un combat politique. Les autres utilisent les moyens du Trésor. Mais ceux qui ont pris les armes contre la République ne peuvent pas se transformer en démocrates. Ils ne pourront jamais instituer un État de droit." – Es ist ein politischer Kampf. Die anderen benutzen die Mittel der Staatskasse. Aber jene, die die Waffen gegen die Republik ergriffen haben, können sich nicht in Demokraten verwandeln. Sie werden niemals einen Rechtsstaat errichten können.

In diesem Satz lag das Credo seines Lebens: die Untrennbarkeit von Recht, Staat und Bildung. Und doch war er kein dogmatischer Nostalgiker. Als man ihm vorhielt, ein Mobutist zu sein, wies er die Etikettierung zurück – eine bemerkenswerte Aussage von einem Mann, der das letzte Kabinett Mobutus geführt hatte:

"Je ne dis pas que je suis mobutiste et que je vais réinstaller le système Mobutu. Je ne serai pas compris, car ce système monolithique appartient au passé. Regardons l'avenir." – Ich sage nicht, dass ich Mobutist bin und das Mobutu-System wieder einführen werde. Ich würde nicht verstanden werden, denn dieses monolithische System gehört der Vergangenheit an. Blicken wir in die Zukunft.

Sein Verhältnis zu Frankreich war komplex und prägend. Er hatte dort studiert, war dorthin ins Exil gegangen, und sollte schließlich dort sterben. Als man ihn fragte, ob er „der Mann der Franzosen" sei, antwortete er, er sei der Mann aller Welt – und fügte hinzu:

"En France, j'ai fait mes études universitaires. Et cela me colle à la peau. Ce n'est pourtant pas mauvais en soi." – In Frankreich habe ich meine Universitätsstudien gemacht. Und das klebt mir an der Haut. Das ist aber nicht schlecht an sich.

So war er: ein Mann, der zwischen Welten lebte – zwischen Afrika und Europa, zwischen Uniform und Robe, zwischen Loyalität und Pragmatismus. Wer ihn nur als Mobutisten sah, verstand ihn nicht. Wer ihn nur als Akademiker sah, auch nicht.

Die letzten Tage

In seinen letzten Jahren lebte Norbert Likulia Bolongo in Paris, wohin er nach dem Fall des Mobutu-Regimes ins Exil gegangen war. Er litt unter altersbedingten Erkrankungen. Die genaue Todesursache wurde von seiner Familie nicht öffentlich bekannt gegeben. Am 26. Juni 2026 starb er in Paris, im Alter von 86 Jahren. Seine Frau Marie-Godelive Nyota Ngongo, nach fünfundsechzig Jahren Ehe, überlebte ihn.

Die Nachricht seines Todes löste in der DR Kongo eine Welle der Trauer aus, besonders in seiner Heimatregion Tshopo und unter seinen ehemaligen Studenten. In Basoko, seiner Geburtsstadt, trauerte die Union pour le Développement de Basoko um „un digne fils de Basoko" – einen würdigen Sohn von Basoko.

Vermächtnis

Norbert Likulia Bolongo hinterlässt ein dreifaches Erbe: als letzter Premierminister Zaires, als Pionier des kongolesischen Militärstrafrechts und als Hochschullehrer, der Generationen von Juristen geprägt hat.

Sein akademisches Werk ist bis heute ein Referenzwerk an kongolesischen Rechtsfakultäten. Droit pénal militaire zaïrois und Droit pénal spécial zaïrois werden noch Jahrzehnte nach seinem Tod gelesen – jene Bücher, die er kostenlos an Studenten verschenkte, weil er verstanden hatte, dass Wissen nicht verkauft, sondern weitergegeben werden muss.

Als Politiker und Militär verkörpert er das Ende einer Ära: die letzten Tage Zaires, eines Staates, der 1971 von Mobutu geschaffen und 1997 von Laurent-Désiré Kabila begraben wurde. Seine siebenunddreißig Tage an der Spitze sind ein historisches Zeugnis dieser Transition – die letzte Geste der Staatlichkeit, bevor das Land aufhörte zu existieren.

Die Familie Likulia bleibt in der kongolesischen Politik präsent: Sein Sohn Likulia Lifoma Claudien ist Nationalabgeordneter, seine Tochter Likulia Hatongi Brigitte leitet eine Stiftung. Was bleibt, ist das Bild eines Mannes der Widersprüche, die ihn gerade deshalb unvergesslich machten – Soldat und Gelehrter, Machtmensch und Lehrer, Loyalist und pragmatischer Überlebenskünstler. Ein General, der ein feiner Strafrechtler war. Ein Mobutist, der nach vorn blicken wollte. Eine Bibliothek, die gegangen ist.


English Version

On the 9th of April 1997, in a Kinshasa that already smelled of collapse, a soldier-scholar accepted the most impossible job in Africa. The rebels of the AFDL had taken Lubumbashi. Marshal Mobutu Sese Seko, the man who had ruled Zaire for three decades, was dying — of cancer, of exhaustion, of history catching up with him. And yet, into this dying state, a general with a doctorate in law named Norbert Likulia Bolongo walked, formed a cabinet of twenty-two ministers, held press conferences, and promised to defend the capital. He would last thirty-seven days. But those thirty-seven days, that final gesture of statehood in a country that had already ceased to function, became the thing for which he is most remembered.

He was, in every sense, a man of contradictions — and that is precisely what made him unforgettable.

A Son of Basoko

Norbert Likulia Bolongo was born on the 8th of July 1939 in Basoko, a small town where the Aruwimi River pours into the great Congo, then part of the Belgian Congo, today the Province of Tshopo. He belonged to the Soko people — also called the Lokele — a small ethnic group from the Bomenge sector, far removed from the powerful Ngbande clans of the Équateur who would one day dominate the Mobutu regime. That origin, on the periphery of power, made his eventual climb to one of the highest offices of state all the more remarkable.

He went to secondary school in Stanleyville — today's Kisangani — the great city of the eastern province, a colonial town on the river that was an intellectual hub. There the young Likulia first brushed against law, administration, and the machinery of the state. In June 1958, two years before independence, he entered the Force Publique, the colonial army. By 1960 he was a sous-lieutenant. The soldier had begun his march.

The Soldier Who Became a Scholar

What set Likulia apart was that he refused to be only a soldier. In 1963, posted to the Ministry of Defence, he enrolled at the École Nationale de Droit et d'Administration in Kinshasa — where, in one of history's quiet ironies, the rector was none other than Étienne Tshisekedi. The man who would later become Mobutu's great opponent, briefly prime minister himself in 1997, taught Likulia the law. Decades later, Likulia would take up the office Tshisekedi could not hold.

A Ford Foundation scholarship carried him to France in 1968, to the Université d'Aix-en-Provence. In 1970 he earned his doctorate in law with a dissertation on the comparative jurisdiction of military courts in Zairian, Belgian and French law. He was one of the very few high-ranking officers in all of Zaire with a genuine doctorate — a fact that one reviewer captured perfectly in 1986, writing in Politique africaine: "The first discovery this work offers is that one can be a general and a doctor of law, and even a fine criminal jurist."

His books — Droit pénal militaire zaïrois (1977), the monumental six-hundred-page Droit pénal spécial zaïrois (1985) — became reference works in law faculties across Central Africa. And here the man's character revealed itself: he gave his books away. Generation after generation of students at the University of Kinshasa received his volumes for free, in a country where books were luxuries and professors often charged for their materials. "A library of Congolese criminal law has departed," one former student wrote after his death. Another remembered "my professor of special criminal law at Lovanium — an extraordinary and generous man." He had understood that his true legacy lay not in offices but in minds.

The Rise Through Power

The ranks came steadily: substitute to the General Auditor in 1970, General Auditor of the armed forces in 1971, brigadier general in 1972, and eventually four stars. He served as the regime's chief military jurist through the brutal army purges of the 1970s, and from 1992 to 1994 he ran the SNIP, the feared intelligence service — one of the most powerful positions in Mobutu's apparatus. In December 1996 he became Vice Prime Minister and Minister of Defence in the last Kengo cabinet.

It was here that the darker side of the man surfaced. Clashing bitterly with Finance Minister Marco Banguli over military spending, Likulia warned his fellow ministers in a cabinet session that "the movements of each are being watched, and no traitor will leave the country unpunished, despite the visas each one holds." It was the language of a man who had never fully crossed the line between the barracks and the chamber.

The Man Behind the Uniform

And yet he was not simply a hardliner. In a 2006 interview with Jeune Afrique, he showed a reflective, self-critical face. "I do not say that I am a Mobutuist and that I will reinstall the Mobutu system," he insisted. "I will not be understood, because that monolithic system belongs to the past. Let us look to the future."

France ran through his whole life like a thread — where he studied, where he fled, where he would die. Asked whether he was "the man of the French," he answered with disarming honesty: "In France, I did my university studies. And that sticks to my skin. But that is not bad in itself." Then he added, simply, that he was "the man of everyone."

His convictions about democracy were uncompromising. "Those who took up arms against the Republic cannot transform themselves into democrats," he declared during his 2006 presidential bid. "They will never be able to establish a state of law." He ran without a party machine, without treasury funds, and won 0.46 per cent of the vote. It was his last great political act.

Survival and Dignity

When Kinshasa fell in May 1997, Likulia took refuge in the French embassy and was carried under French protection to Congo-Brazzaville. He had been the last office-holder of a country that had stopped existing. Yet in July 1999, on Laurent-Désiré Kabila's invitation, he returned. Briefly arrested that August amid the new regime's paranoia, he received the next day a public apology from Foreign Minister Yerodia — delivered in his very presence. The general who had once commanded Zaire's armed forces sat and received an apology. It was a moment of quiet dignity.

The Final Days and the Legacy

In his last years Likulia lived in Paris, the city of his studies and his exile. Suffering from age-related illnesses — the precise cause has not been made public by his family — he died there on the 26th of June 2026, at the age of 86. He left behind Marie-Godelive Nyota Ngongo, whom he had married in Kisangani on the 7th of July 1961, a union of sixty-five years, and a large family, including a son who serves as a national deputy and a daughter who leads a foundation.

News of his death sent a wave of grief through the DR Congo, especially in his native Tshopo and among his former students. In Basoko, the Union pour le Développement de Basoko mourned "a worthy son of Basoko." A library of Congolese criminal law had indeed departed — and the books he gave away for free will be read for decades still.

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