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Joe Doering – Der Kämpfer, der den Krebs zweimal herausforderte
Joe Doering – Der Kämpfer, der den Krebs zweimal herausforderte

Es war der 1. Juli 2022, kurz vor dem Hauptkampf von Against All Odds. Josh Alexander, der amtierende Impact World Champion, zog den großen Mann beiseite. Etwas hatte ihn schon Wochen zuvor stutzig gemacht – "something was off with Joe", würde er später schreiben –, doch an Krebs dachte niemand. Alexander beugte sich vor und sagte ihm: "Joe, hoffentlich bereue ich das nicht. Aber ich möchte wirklich, dass du da draußen voll zulangst. Wenn du mich mit einer Clothesline triffst, will ich, dass mir die Stiefel locker werden." Joe Doering grinste nur – "so wie nur Joe das konnte" – und nickte.

Was an diesem Abend folgte, war ein zwanzigminütiger Krieg. Doering schlug zu, mit voller Kraft, jede Lariat ein Donnerschlag. Niemand im Publikum, niemand in der Garderobe ahnte, dass dieser Mann, der dort den Champion durch die Halle prügelte, in seinem Kopf wahrscheinlich bereits einen zweiten Gehirntumor trug. Er hatte es keiner Menschenseele gesagt. Er kämpfte einfach. "Ich kann mir den Schmerz oder das Unbehagen nicht vorstellen, das er damals fühlte", schrieb Alexander später. "Aber so wie Joe nun mal war, war er ein absoluter Krieger. Ich verließ diesen Kampf wund wie selten, aber stolz."

Es war sein letzter Kampf. Und er war typisch für den Mann, der ihn bestritt.

Ein Junge aus Chicago, der die Grenze überquerte

Joseph Doering kam am 16. April 1982 in Chicago, Illinois, zur Welt. Über sein Elternhaus, seine Kindheit, ist nur wenig öffentlich belegt – ein Hinweis darauf, dass eine Frau namens Barbara Doering später zu denen gehörte, für die Freunde Geld sammelten, deutet auf eine Mutter dieses Namens hin. Was sicher ist: Joe war ein Kind der 1990er, aufgewachsen in jenem Jahrzehnt, in dem Profiwrestling in den USA seine größte Blüte erlebte. Wie so viele seiner Generation infizierte ihn die Faszination für die Riesen im Ring früh und tief.

Doch sein Weg in den Sport führte ihn nicht in eine amerikanische Halle, sondern über die kanadische Grenze. 2004 begann er seine Ausbildung an der renommierten Can-Am Wrestling School in Windsor, Ontario, gegründet von Scott D'Amore und 'Irish' Mickey Doyle. Diese Entscheidung, das Land zu verlassen und in Kanada zu trainieren, sollte sich als wegweisend erweisen. Denn an der Can-Am traf Doering nicht nur auf D'Amore, der zu seinem lebenslangen Mentor werden sollte, sondern erhielt eine Ausbildung, die nordamerikanische Härte mit japanischer Kunst verband. Unter Lehrmeistern wie Keiji Mutoh, Kaz Hayashi, Steve Keirn, Tom Prichard, Norman Smiley und der unsterblichen Legende Dusty Rhodes lernte er beide Welten des Profiwrestlings kennen – ein seltenes Privileg, das seinen späteren Stil prägen würde.

Am 19. Dezember 2004 stand er zum ersten Mal als Profi im Ring – für Border City Wrestling. Es war ein unspektakulärer Anfang: Doering verlor sein Debütmatch gegen einen Mann namens D-Ray 3000. Niemand, der an jenem Abend zusah, hätte geahnt, dass dieser Verlierer eines Tages zu einem der gefürchtetsten Schwergewichtler Japans aufsteigen würde.

Die Reise nach Japan – wo aus Big Joe ein Star wurde

Nach ersten internationalen Erfahrungen, unter anderem 2006 als "Hans von Doering" für den World Wrestling Council in Puerto Rico, kam der Wendepunkt seines Lebens. Am 24. Juni 2007 debütierte Doering im legendären Korakuen Hall in Tokio für All Japan Pro Wrestling. Im September desselben Jahres erhielt er einen festen Gaijin-Vertrag.

AJPW sah in dem stämmigen Amerikaner – sechs Fuß fünf groß, fast 300 Pfund schwer, mit einem Cowboy-Charakter und einer einschüchternden Präsenz – etwas Besonderes: einen würdigen Nachfolger von Stan Hansen, jenem legendären Ausländer, der Japan in den 1980ern begeistert hatte. Die japanischen Fans, die für Kraft und Aufrichtigkeit eine besondere Wärme reservierten, nahmen ihn auf wie einen der ihren.

Sein Aufstieg war atemberaubend schnell. Noch im selben Jahr gewann er die World's Strongest Tag Determination League – an der Seite von Keiji Mutoh, einer der größten Legenden des japanischen Wrestlings und zugleich Firmenpräsident von AJPW. Am 3. Januar 2008, kein Jahr nach seiner Ankunft, hielt er bereits Gold: die AJPW World Tag Team Championship, erneut mit Mutoh. Dass eine Promotion einem Newcomer ein solches Vertrauen schenkte, sprach Bände über das, was sie in Big Joe sahen.

2010 wagte Doering einen Abstecher in die WWE-Welt. Als "Drake Brewer" trat er für Florida Championship Wrestling an, doch das System passte nicht zu ihm. Im September 2010 wurde er entlassen, ohne je das Hauptroster zu erreichen. Die Lektion war eindeutig: Seine Stärken gehörten nach Japan.

Der Gipfel: Die Triple Crown

Am 27. Juli 2014 erreichte Joe Doering den höchsten Punkt seiner Karriere. Im Korakuen Hall, vor 1.378 Zuschauern – einer intimen, aber für Puroresu-Fans heiligen Zahl – besiegte er seinen langjährigen Rivalen und gelegentlichen Partner Suwama und gewann die AJPW Triple Crown Heavyweight Championship. Er wurde damit erst der sechste Nicht-Japaner in der Geschichte, der den prestigeträchtigsten Titel des japanischen Wrestlings hielt.

Den Gürtel überreichte ihm ein Mann, dessen bloßer Name in der Wrestling-Welt Ehrfurcht auslöst: Dory Funk Jr., lebende Legende und einer der größten Schwergewichtler der Geschichte. Doering stand dort, flankiert von seinen Evolution-Teamkollegen Suwama und Hikaru Sato, während Funk Jr. ihm das Gold umlegte. Es war ein Moment, der die Kontinuität des Sports verkörperte – eine Legende der Vergangenheit gab die Fackel an einen Mann der Gegenwart weiter. Sieben Jahre harter Arbeit, unzählige Fehden, der Aufstieg von einem unbekannten Gaijin zu einem echten Publikumsliebling – all das gipfelte in diesem Bild, eines der ikonischsten seiner Laufbahn.

Seine erste Regentschaft dauerte bis Januar 2015. Er verteidigte den Titel erfolgreich gegen Akebono, Rhino und Go Shiozaki. Besonders bemerkenswert: Eine seiner Titelverteidigungen fand in Windsor, Ontario statt – das erste Mal überhaupt, dass die Triple Crown außerhalb Japans verteidigt wurde. Der Junge aus Chicago, der in Kanada gelernt hatte, hatte das Höchste, was Japan zu bieten hatte, mit nach Hause gebracht.

Die Diagnose, die alles veränderte

Dann, am 25. Februar 2016, kam die Nachricht, die alles zerschlug. Doering wurde mit einem Grade 3 Astrocytoma diagnostiziert – einer der aggressivsten Formen von Gehirnkrebs. Am 4. März operierten ihn die Ärzte und entfernten 95 Prozent des Tumors. Es folgten Chemotherapie und Bestrahlung. Und die Ärzte sagten ihm das Vernichtendste, was ein Wrestler hören kann: Er werde nie wieder in den Ring steigen.

Joe Doering glaubte ihnen nicht.

"Ich weigerte mich, diese Krankheit mein Leben bestimmen zu lassen. Sie würde mich nicht definieren."

Diese Worte, gesprochen über seine erste Erkrankung, fassten seine gesamte Haltung zusammen: aktiver Widerstand statt passiver Akzeptanz. Und er handelte danach. Am 27. November 2016, weniger als ein Jahr nach der Diagnose, erschien er bei einer AJPW-Show im Ryōgoku Kokugikan – einer der heiligsten Hallen des japanischen Kampfsports. Keine große PR-Kampagne, keine Ankündigung. Er erschien einfach. Die japanischen Fans, die ihn über Jahre als einen der ihren angenommen hatten, reagierten mit einer Wärme, die jede Sprachbarriere überwand. Er kündigte an, im Januar 2017 zurückzukehren. Er hielt sein Wort. Am 2. Januar 2017 stand er wieder im Ring.

Und damit nicht genug: Am 21. Oktober 2017 besiegte er erneut Suwama und gewann zum zweiten Mal die Triple Crown. Diese Regentschaft, die bis zum 25. März 2018 dauerte, war symbolisch die bedeutendste seiner Karriere. Er hatte die Ärzte Lügen gestraft. Er stand wieder an der Spitze Japans. Es war der Triumph eines Mannes, der sich geweigert hatte, das Ende zu akzeptieren.

Der Mann hinter dem Riesen

Wer Joe Doering nur im Ring sah, sah ein furchteinflößendes Kraftpaket – ein Mann, dessen Präsenz Gegner einschüchterte, noch bevor der erste Gong erklang. Doch wer ihn kannte, beschrieb einen völlig anderen Menschen. Warmherzig. Humorvoll. Bescheiden. Sein Spitzname "Big Joe" war keine aufgeblasene Showfloskel, sondern schlicht die Wahrheit. Ein Kollege erinnerte sich: "Ich traf Big Joe sehr früh in seiner Karriere. Der große Mann wurde sofort einer von den Jungs. Spaßliebend, sympathisch, Joe."

Sami Callihan, ein langjähriger Weggefährte, fand nach Doerings Tod Worte, die ihn unsterblich machten:

"Joe war ein Überbleibsel aus einer anderen Ära. Er war witzig, strahlte Respekt aus, und für jeden, mit dem er sich verband, war er der große Bruder."

Ein anderer Kollege beschrieb ihn so: "Jojo war nicht nur ein Wrestling-Charakter, er war witzig, energiegeladen, und er sagte immer Dinge, die man zitieren musste." Seine Lieblingsphrase "Type Shit" wurde unter den Kollegen zum Markenzeichen seines Humors. Big Joe war der natürliche Mittelpunkt jeder Garderobe – die seltene Kombination aus körperlicher Imposanz und menschlicher Zugänglichkeit machte ihn zu einem der beliebtesten Wrestler überhaupt.

Sein Mentor Scott D'Amore brachte das Wesentliche immer auf einen Satz: "Joe liebt Profiwrestling." Es war kein Beruf für ihn. Es war Leidenschaft, Identität, Lebensinhalt. Genauso liebte er Japan und die japanische Wrestling-Kultur, in der er über ein Jahrzehnt verbracht hatte. Und er liebte die Garderobe als Familie – den Impact-Kader bezeichnete er ausdrücklich als "family to me".

Rückkehr nach Nordamerika

Am 14. November 2020 kehrte Doering überraschend zu Impact Wrestling zurück, beim Turning-Point-Event, als er Eric Young bei einem Angriff zur Seite sprang. Aus diesem Moment entstand das Stable Violent By Design – eine der kreativsten Gruppierungen von Impact. An der Seite von Eric Young, Cody Deaner und Rhino dominierte Doering die Tag-Team-Division. Er war das schweigende Kraftpaket der Gruppe; sein bloßes Erscheinen reichte oft schon, um Gegner einzuschüchtern. Am 20. Mai 2021 gewann er mit Rhino die Impact World Tag Team Championship – sein erster Titel in Nordamerika und der Beweis, dass er auch hier auf höchstem Niveau bestehen konnte.

Der zweite Schlag

Im Mai 2022 kehrte Doering noch einmal nach Japan zurück, für die Jumbo Tsuruta Memorial Show im Korakuen Hall – eine Hommage an eine der größten Legenden von AJPW. Es war sein letzter Auftritt in jenem Land, das ihn groß gemacht hatte. Ein stiller Abschied von der Heimat seiner Karriere. KUSHIDA, der in jenen Tagen mit ihm im Ring stand, erinnerte sich später: "Wie sich herausstellte, war diese Woche Joes letzte Woche im Wrestling."

Denn kurz darauf, im August 2022, kam die zweite Diagnose: ein Gehirntumor, diesmal am Hirnstamm. In seinem offiziellen Statement zu Impact Wrestling zeigte Doering keine Verzweiflung, sondern denselben Kampfgeist, der ihn schon einmal gerettet hatte:

"Sie sagten mir 2016, dass ich nie wieder wrestlen würde, und ich bewies ihnen das Gegenteil. Wohl muss ich es noch einmal tun. Ich versuche, nicht zu traurig oder emotional darüber zu werden. Positiv zu bleiben hat mir das erste Mal wirklich geholfen, und genau das werde ich wieder tun."

Und charakteristisch für ihn: Selbst in diesem Moment persönlicher Krise galt sein erster Gedanke den anderen.

"Bitte behaltet mich in euren Gedanken und Gebeten. Ich hoffe, sehr bald wieder in den Ring zu steigen. An die IMPACT-Wrestling-Garderobe: Ihr seid Familie für mich, und ich freue mich darauf, euch sehr, sehr bald wiederzusehen."

Doch diesmal blieb der Tumor nicht ohne Spuren. Die Operation am Hirnstamm hinterließ eine Ataxie auf der rechten Körperseite, die seinen Alltag drastisch einschränkte. Fortan war er auf einen Rollstuhl angewiesen, brauchte Hilfe bei Treppen und alltäglichen Bewegungen. Seine aktive Wrestlingkarriere war zu Ende. Doch er gab nicht auf – auch nach der Diagnose arbeitete er intensiv mit Physiotherapeuten, kämpfte um jeden Zentimeter Bewegung.

Stille Stärke und ein dritter Kampf

Was Joe Doering durch all das hindurch auszeichnete, war die Art, wie er kämpfte: privat, ohne Mitleid zu suchen, ohne die Öffentlichkeit als Bühne für sein Leiden zu nutzen. Seine Schwägerin Mandy Banh beschrieb ihn als jemanden, der "sich entscheidet, kein Selbstmitleid zu haben und seinen Weg sehr privat durchkämpft". Er bat nicht um Mitgefühl. Stattdessen blieb er, nach Aussagen aller Beteiligten, "entschlossen, fokussiert und vor allem guter Dinge".

Im November 2025 traf ihn die dritte Diagnose. Erneut ein Gehirntumor, erneut Bestrahlung und Chemotherapie, geplant für mindestens fünf weitere Monate. Doering lebte in Kanada, hatte dort aber keine eigene Familie – "all die Last landet auf den Schultern meiner Schwester", schrieb Mandy. Seine Frau Lindsay, die mit ihm in Kanada lebte und durch alle drei Erkrankungen die Hauptlast der Pflege getragen hatte, musste ihre Arbeit reduzieren, um ihn begleiten zu können. Scott D'Amore hatte sie schon früh in seinem öffentlichen Statement ausdrücklich erwähnt und die Wrestling-Welt gebeten, "Joe und seine Frau Lindsay in ihren Gedanken und Gebeten zu behalten".

Dreimal startete die Community GoFundMe-Kampagnen für ihn. 2016 kamen 24.485 Dollar zusammen, 2022 über 42.000, 2025 erneut tausende. Jedes Mal lautete die Botschaft: Die Wrestling-Familie vergisst ihre eigenen nicht. Joe hatte sich in über 18 Jahren so tief in ihr Herz gewrestlet, dass sie dreimal für ihn aufstand.

Die letzten Tage

Am 22. Juni 2026 teilte Mandy Banh auf der GoFundMe-Seite mit: "Traurig, die Nachricht zu teilen, dass Joe bald ins Hospiz geht. Falls jemand in der Nähe ist und ihn besuchen möchte, schreibt bitte eine Nachricht. Joe könnte all eure guten Gedanken und Gebete gebrauchen."

Vier Tage später, am 26. Juni 2026, um 9:13 Uhr morgens, starb Joe Doering friedlich in Columbus, Ohio, umgeben von seiner Familie. Er wurde 44 Jahre alt.

Maple Leaf Pro Wrestling, die Organisation seines Mentors Scott D'Amore, verkündete die Nachricht mit Worten, die ihn überdauern werden: "Obwohl seine Zeit auf dieser Erde nur 44 Jahre währte, packte Joe in jedes einzelne davon tausend Jahre Leben."

Das Vermächtnis

Joe Doerings Erbe ist vielschichtig. Als Wrestler war er einer der wenigen Nicht-Japaner, die in All Japan Pro Wrestling zu echten Stars wurden – ein würdiger Erbe der Tradition von Stan Hansen. Zweifacher Triple Crown Heavyweight Champion, vierfacher World Tag Team Champion, dreifacher Sieger der Real World Tag League, zweifacher Impact World Tag Team Champion. Eine Titelliste, die die meisten Wrestler nie erreichen.

Doch sein eigentliches Vermächtnis liegt woanders. In einer Welt, die Stärke gern nur als körperliche Eigenschaft begreift, zeigte Doering, dass wahre Stärke darin besteht, dreimal gegen Gehirnkrebs anzutreten und dabei nie die Würde zu verlieren. Er kämpfte privat, ohne Mitleid zu suchen, blieb bis zuletzt "guter Dinge".

Als die Nachricht von seinem Tod die Runde machte, trauerte die gesamte Branche – TNA, AEW, AJPW, der Cauliflower Alley Club. Sami Callihan nannte ihn "everyone's big brother". Josh Alexander, der seinen letzten Kampf bestritt, nannte ihn "ein Klasse-Kerl und einen verdammt guten Wrestler". Takami Ohbari, der frühere NJPW-Präsident, dankte ihm für die "epischen Schlachten" in Japan.

Vielleicht aber sagt jener letzte Abend in der Halle am meisten über ihn: ein Mann, der einen Tumor in seinem Kopf trug und niemandem etwas davon erzählte, der den Champion mit voller Kraft durch die Halle prügelte, weil man ihn darum gebeten hatte – und der danach grinste, "so wie nur Joe das konnte". Ein absoluter Krieger, bis zur letzten Sekunde.


English Version

One month before the biggest match of his summer, Josh Alexander noticed something was off with Joe Doering. He couldn't say what exactly. Just a feeling — a flicker of difference in a man who had always been a wall of certainty. But the thought that crossed his mind was never cancer has come back. Doering told no one. He simply showed up. And before the bell rang for that twenty-minute main event at Against All Odds on July 1, 2022, Alexander made a request he would never forget making: "Joe, hopefully I don't regret this. But I really want you to lay your stuff in on me out there. If you clothesline me I want my boots to come loose."

Doering grinned. The way only Joe could. And then he delivered — a warrior's performance, twenty minutes of full-contact violence from a man who, it would later emerge, was almost certainly already feeling the return of the disease that had nearly killed him once before. "I can't imagine the pain or discomfort he was feeling at the time," Alexander wrote afterward. "But in true Joe fashion he was an absolute warrior. I left that match sore as sh*t but proud."

That was Joe Doering. A six-foot-five, nearly 300-pound giant who fought through agony in silence, and a man so warm that the entire wrestling world called him brother. He died on June 26, 2026, at 9:13 in the morning, surrounded by his family in Columbus, Ohio. He was 44 years old.

A Chicago Boy Who Crossed the Border

Joseph Doering was born on April 16, 1982, in Chicago, Illinois. Little of his early life was ever made public — but what is certain is that a love for professional wrestling took root in him young, the way it did for so many children of the 1990s raised on the legends of the era. That passion eventually pulled him across an international border. In 2004, he arrived in Windsor, Ontario, Canada, to train at the renowned Can-Am Wrestling School under Scott D'Amore and 'Irish' Mickey Doyle.

It was an education unlike most. His teachers read like a hall of fame ballot: Keiji Mutoh, Kaz Hayashi, Steve Keirn, Tom Prichard, Norman Smiley, and Dusty Rhodes. He learned the North American style and the Japanese style alike — a blend that would define his entire career. On December 19, 2004, he made his professional debut for Border City Wrestling and lost to D-Ray 3000. An unspectacular start for a man who would become one of Japan's most feared heavyweights.

Becoming a Star in Japan

The turning point came in 2007. On June 24 of that year, Doering debuted for All Japan Pro Wrestling at Korakuen Hall, and by September he had signed a full gaijin contract. AJPW saw in this big, broad-shouldered American with the cowboy character a worthy successor to Stan Hansen — the most beloved foreign wrestler in Japanese history. They wasted no time. That same year, teaming with company president Keiji Mutoh, Doering won the World's Strongest Tag Determination League. By January 2008, he held the World Tag Team Championship.

A brief detour to WWE's developmental territory FCW in 2010, under the name 'Drake Brewer', proved his style belonged in Japan, not the WWE system of that era. He was released that September having never reached the main roster. He went back to where he was understood.

And on July 27, 2014, at Korakuen Hall, before 1,378 fans in a hall sacred to puroresu, Joe Doering reached the summit. He defeated his great rival and sometimes-partner Suwama to win the AJPW Triple Crown Heavyweight Championship — becoming only the sixth non-Japanese wrestler in history to hold it. The legend Dory Funk Jr. personally fastened the belt around his waist while his Evolution stablemates Suwama and Hikaru Sato stood beside him. It was the torch being passed, one era to the next. Seven years of work in a foreign land, crowned.

The First Fight of His Life

On February 25, 2016, the diagnosis came: a Grade 3 Astrocytoma. Brain cancer of the most aggressive kind. Doctors told him he would never wrestle again. On March 4, surgeons removed 95% of the tumor. Chemotherapy and radiation followed.

"I refused to let this disease dictate my life," he said. "It was not going to define me."

He proved it. On November 27, 2016, less than a year after his diagnosis, he simply appeared at an AJPW show at the Ryōgoku Kokugikan — one of the most sacred halls in Japanese combat sport. No announcement. No press campaign. He just walked out, and the Japanese fans who had taken him as one of their own answered with a warmth that crossed every language barrier. He promised to return in January 2017. He kept his word. And in October 2017, he won the Triple Crown a second time, defeating Suwama once more — the most meaningful title reign of his life, won by a man who had been told he was finished.

The Man Behind the Giant

In the ring, Joe Doering was terrifying — a crushing lariat, a presence that intimidated opponents before the gong. Outside it, everyone who knew him told the same story. "Joe was a throwback to a different era," said Sami Callihan after his death. "He was funny, exuded respect, and was everyone's big brother that he connected with." Another colleague remembered: "Jojo wasn't just a wrestling character, he was funny, energetic, and he always said things that were quotable." His nickname, 'Big Joe', was never the inflated hype of wrestling. It was simply the truth. "Big Man instantly became One of the Boys," one peer recalled. "Fun lovin', likable Joe."

In November 2020 he returned to North America, joining Impact Wrestling and forming the dominant faction Violent By Design alongside Eric Young, Cody Deaner, and Rhino. He won the Impact World Tag Team Championship with Rhino in May 2021. He was the silent engine of the group — his mere arrival in the ring enough to make opponents flinch.

The Last Years, Fought Privately

In August 2022 came the second diagnosis — a tumor at the brain stem. Surgery left him with ataxia on his right side, ending his career and changing his daily life forever. His response was unmistakably his own:

"They told me in 2016 that I would never wrestle again, and I proved them wrong. Guess I'm going to have to do it again. I try to not get too sad or emotional about it. Staying positive really helped me the first time, and that's what I'll do again."

And then, characteristically, his thoughts turned to others: "To the IMPACT Wrestling locker room: you are family to me and I look forward to seeing you again very, very soon."

In November 2025, a third tumor was found. He began radiation and chemotherapy again. His sister-in-law Mandy Banh started a GoFundMe to ease the burden — medical bills, rehabilitation, and the reality that his wife Lindsay had to cut back her work to care for him. He chose, as he always had, to feel sorry for himself never, to battle his journey "very privately." He remained, the family said, "determined, focused, and most of all in good spirits."

On June 22, 2026, Mandy shared the news that Joe was heading to hospice, inviting anyone local to visit. Four days later, he was gone — peacefully, with his family around him.

Legacy

Twice a Triple Crown champion, four-time tag champion, three-time Real World Tag League winner — Joe Doering left a title résumé most wrestlers never approach. But his real legacy was the proof he offered: that strength is not only what fills out a frame. It is facing brain cancer three times without losing your dignity, your humor, or your grace. The community he had wrestled his way into so deeply rallied for him three times over, raising tens of thousands of dollars. Sami Callihan called him "everyone's big brother." Josh Alexander called him "a class act." And Maple Leaf Pro Wrestling, the home of his old mentor Scott D'Amore, said it best of all:

"Though his time on this earth lasted only 44 years, Joe packed a thousand years' worth of living into every one of them."
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